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Shabbat- Lesungen -Parashah -Betrachtung -Hilfen im Alltag – Seite 7.

Wajischlach וישלח „Und er schickte“ Bereschit/1. Mo./Genesis 32,4 – 36,43

Beitrag  Admin Heute um 15:47



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12 Kislew 5774 – 15.11.13
Wajischlach וישלח „Und er schickte“ 32,4 – 36,43


Schalom liebe Freunde und Leser,

im Achtzehngebet nennen wir den Ewigen: „ König, Helfer, Retter und Schild“ 

Esaw sprach: Ich habe genug; mein Bruder, bleibe dein, was dein ist. Anders übersetzt: Ich habe viel. Mein Bruder behalte, was dir gehört.

Ja`akow sprach: …. denn GOtt hat mich begnadigt, und ich habe die Fülle. Anders übersetzt: Ja’akow jedoch antwortete Esaw folgendermassen: „Bitte nehme mein Geschenk an, das ich dir gegeben habe, denn GOtt war mir gnädig und ich habe alles.

Eine Person, die sagt: ich habe alles, was ich brauche, wird wirklich glücklich sein, denn sie weiss, dass sie nicht all die materiellen Güter dieser Welt besitzen kann. 

Die Lösung ist, zu wissen, man hat alles was man braucht. Wenn wir wirklich glauben alles zu haben, was wir benötigen, dann haben wir auch wirklich alles.



Rav Eljahu Lopian erklärte folgenden Vers am Schluss von Birkat HaMason/Dankesgebet nach dem Essen: Jene, welche auf HaSchem vertrauen, werden nichts entbehren.

Der Vers sagt nicht, dass diejenigen, welche auf HaSchem vertrauen alles bekommen sondern, dass sie nichts entbehren müssen. Dies ist der grösste Segen, den eine Person empfangen kann. 

So ein Mensch fühlt, dass er alles hat, was er braucht, wird er auch zufrieden und wirklich glücklich sein. 

So jedoch jemand nur fühlt, dass er zwar viel hat, wird er seinen Besitztum zu vergrößern suchen, dies können wir in unsere Welt immer wieder feststellen.


Aus dieser Erklärung heraus erkennen wir klar und deutlich, wenn wir sie unter die Lupe nehmen ein wirklich grosser Unterschied besteht zwischen, ich habe viel oder ich habe alles. 

Ein Mensch der viel hat trachtet meinsten nach noch mehr, ihn gelüstet nach immer mehr. Ist ein Mensch jedoch vollends zufrieden und glücklich wird er sagen, ich habe alles, solch ein Mensch weiss, dass er nicht alle materiellen Güter braucht oder besitzen kann, denn solch ein Mensch hat alles was er braucht und ist HaSchem dankbar. 

Beim Prediger lesen wir auch, dass alles Glück darin besteht zu geniessen und in allem Elohim dankbar zu sein.

Ein Mensch der sich materiell orientiert, indem er seinem schlechten Trieb freien Lauf lässt, der sich nicht beherschen kann, wird jedoch nicht dieses Glück und diese Zufriedenheit erfahren können..

Die Teschuwa eines solchen Menschen wird keinen Bestand haben. Teschuwa kann nur erfolgreich sein bei einem Menschen, der weiss, dass er ständig gegen seinen Jezer haRah/schlechten Trieb ankämpfen muss und sich nie auf seinen Lorbeeren ausruht, er wird sich ständig bemühen und auch „Bereit Sein“..

Wir wissen, dass Jischmael`s Teschuwa Bestand hatte, da er sich Jizchak unterwarf, als Awraham starb, obwohl er älter war und früher Jizchak gehasst hatte, zeigte er Jizchak Respekt als er diesem beim Begräbnis von Awraham den Vortritt gewährte. 

Im Gegensatz dazu, als Jizchak starb, erwähnt der Passuk/Vers, dass sowohl Esaw als auch Ja‘akow ihn begruben. Wir verstehen hieraus, dass Esaw immer noch verlangte, als der Ältere der zwei Brüder den Vorrang zu haben.



Raw Simcha Sissel erklärte dazu, dass Esaw`s Teschuwa keinen Erfolg hatte, weil er zu selbstgefällig war. 

Ein Mensch kann nur auf dem richtigen Weg bleiben, wenn er realisiert, dass er ständig zu wachsen hat. Wenn ein Mensch mit dem Erreichten zufrieden ist, wird er mit ziemlicher Sicherheit zurückfallen, weil er sich nicht mehr bemüht..

Jede Gabe und jeder Segen, über den wir verfügen, können wir zum Guten oder Schlechten gebrauchen, es liegt in unserer freien Wahl, festzulegen, in welche Richtung wir die Kräfte lenken, mit denen HaSchem uns gesegnet hat.

Das ganze Ziel des schlechten Triebes besteht darin, einen Menschen blind gegenüber der Realität, der Wahrheit zu machen. Die Fähigkeit des Jezer haRah, blind zu machen, ist die älteste Tatsache der Welt. Manchmal wundern wir uns, wenn wir uns umsehen und bemerken, wie andere Leute handeln indem wir feststellen, wie kann ein Mensch nur so dumm sein? Oder, wie kann ein Mensch so blind sein? Die Antwort dazu lautet, dass dies die Kraft des Jezer haRah ist, der bei diesem Menschen nicht geordnet oder bezwungen wurde von diesem Menschen selbst.

Das Schlimmste, was einem Menschen geschehen kann, ist oft das, was er sich selbst antut.. 
Die eigene Dummheit und Blindheit hat für den Menschen meistens die schrecklichsten Auswirkungen..

Esaw kommt also nicht gut weg wenn wir diese Gedanken alle mit einbeziehen..

Nun kommt noch hinzu, dass Ja’akow seinem Bruder Esaw ausrichten lässt, dass er „Stier und Esel“ erworben hat. 

Raschi erklärt, dass damit Stiere und Esel gemeint sind. Es sei üblich, die Einzahl zu verwenden, wenn man die Mehrzahl meint..

Man kann die Verwendung von Stier und Esel in der Einzahl aber auch anders erklären, wie in Paraschah Wajechi dort wird Sewulun von Ja’akow als Esel bezeichnet. 

Raschi erklärt dazu, dass Sewulun das Joch der Torah wie ein starker Esel trägt, dem eine schwere Last aufgeladen wird. 

Wir wissen aus unserer Torah, dass Ja`akow der Knecht unseres Elohim`s ist, ein Knecht trägt meistens eine schwere Last..

In Paraschah WeSot HaBracha wird Josef mit einem Stier verglichen, der für die (Überwindungs)kraft und damit für die Heiligkeit Josef`s steht.

Ja’akow will nach dieser Erklärung Esaw also wissen lassen: „Falls es zu einem Kampf kommt, bin ich gerüstet, denn ich habe mit Sewulun das Joch der Torah, und mit Josef die Kraft der Heiligkeit, gegen die vereint niemand etwas ausrichten kann.“

In der Tat hat Ja`akow die Fülle erlebt durch HaSchem, dass ihm durch seine geliebte Gefährtin Rachel, Josef geboren wurde und er teilte seine Familie in zwei Lager auf, vertraute HaSchem und handelte weise wie klug, vorausschauend und im Segen.

Raschi erklärt später in der Parascha Ja’akow`s Taktik folgender-massen, er schickt Esaw Geschenke, um ihn Milde zu stimmen, dann betet er, und als letzte Möglichkeit lässt er sich den Kampf offen. 

Unsere Torah scheint dem zu widersprechen, einerseits haben wir gesehen, dass in der Meldung, Ja’akow habe Stier und Esel erworben, bereits eine gewisse Kriegsdrohung steckt, und außerdem besteht Ja’akow`s erste Handlung darin, seine Gruppe in zwei Lager aufzuteilen, um sie auf einen drohenden Krieg vorzubereiten.

Tatsächlich war Ja’akow`s Taktik, zuerst zu besänftigen, und dann zu kämpfen. Aber trotz seiner Geschenke, und trotz seiner Gebete, hat er sich von Anfang an auf einen Kampf eingestellt. Deshalb hat er seine Familie in zwei Gruppen geteilt, und deshalb hat er seinen Bruder Esaw auch von Anfang an wissen lassen, dass er einen Kampf nicht fürchtet, denn Stier und Esel habe ich erworben.

Um Esaw zu besänftigen, der ihn töten wollte, schickte Ja’akow ihm Vieh als Geschenk entgegen und er schickte Herde für Herde. 

Raschi erklärt auch hier fogender-massen: Ja’akow befahl um Esaw`s Gier zu befriedigen, zwischen den einzelnen Tiergruppen Abstände zu lassen, sodass Esaw jedes Mal, wenn eine Gruppe ankam, am Horizont schon die nächsten Tiergruppen sehen konnte, so wirkte das Geschenk reichhaltiger, als es war.

Auch diese Auslegung ist für mich plausibel, wenn wir uns erinnern an den Verkauf des Erstgeburtsrecht des Esaw für ein Linsengericht..

Dieses Geschenk stellte Esaw also zu-frieden. Doch was war es eigentlich, was ihn hier zu-frieden stellte, woran er sich satt sah?! Wenn man es näher betrachtet fällt uns auf, es waren die Abstände zwischen den Viehherden, die er eigentlich gesehen hat, er sah also das buchstäbliche Nichts.

Dies ist ein weiterer Unterschied zwischen Esaw und Ja’akow. Esaw interessiert das Äußere, die Verpackung, der Anschein, das Oberflächliche, Ja’akow hingegen sieht mehr und sieht tiefer, er sieht auch das Innere der Dinge und der Segen HaSchem`s ist wirksam mit und durch ihn wie für ihn, er selbst wird zum Segen.. 

Auch hier erblicken wir noch tieferes, denn wenn jemand ein Segen wird, der andere diesen Segen jedoch nicht annimmt und tatkräftig mitwirkt, dann beisst er sich daran buchstäblich die Zähne daran aus im bildlichen Sinne, der ursprüngliche Segen wandelt sich für solch einen Menschen dann zum Fluch.

Auch wenn es heisst, dass Ja`akow Angst hatte, so wissen wir auch, dass er ein Mann des Gebetes war, ein Mann der die Torah als sein Joch auf und angenommen hatte und so konnte er auch durch dies gelebte Studium der Torah, das Leben in den Weisungen HaSchem`s die zusätzliche Kraft zu überwinden in Anspruch nehmen, ihr erinnert euch an die Flügel der zusätzlichen Kraft und Verjüngung, man könnte auch auslegen die Kraft wird immer wieder erneuert und man wird weiter und mehr, tiefer und umfassender gestärkt durch Elohim und kann so wachsen wie lernen..

Wahrhaftig er war glücklich und hat seinen Jezer haRah als Antrieb zum Erfolg nutzen können.. 
Durch die Bewältigung des bösen Triebes in uns wenn wir den Segen wählen und mitwirken, diesen benützen, ist er uns nicht Feind sondern Antriebsfeder um über uns selbst hinauswachsen zu können. Der EWige segnet uns und wir wirken mit. Dies ist das Verhalten eines gerechten Menschen eines  צדיק Zaddik.

Ja`akow konnte aus der Tiefe seines Herzens und seines ganzen Seins mit voller Überzeugung und wahrhaft sagen: denn GOtt hat mich begnadigt, und ich habe die Fülle. Es war nicht nur eine Floskel, oder Oberflächlichkeit, oder Beschönigung, noch war es eine Einbildung oder leere Hülle..

Nun zu der berühmten Schriftstelle des Küssens und Weinens der Beiden, denn da haben unsere Weisen auch noch eine Auslegungsmöglichkeit die dies alles noch zu untermauern sucht.

Als Ja`akow in das Land Kanaan nach vielen Jahren zurück kam, stieg Esaw voll Zorn vom Berg Seir herab, um seinen Bruder zu treffen und er hatte vor, ihn zu töten, wie es heisst: „Wider den Frommen planet der GOttlose Böses, er knirscht wider ihn mit den Zähnen.“ Tehillim 37,12. 

Esaw sagte: Ich werde Ja`akow nicht mit Pfeil und Bogen schlagen, ich werde ihn mit meinem Mund töten und sein Blut saugen, wie es heisst: „Da lief ihm Esaw entgegen und umarmte ihn und fiel ihm um den Hals und küsste ihn, und sie weinten.“ 

In Pirke de Rav Eliezer heisst es: lies nicht; „und küsste ihn“, sondern „er biss ihn!“ Deshalb verwandelte sich Ja`akow`s Hals in Marmor. Als Esaw erkannte, dass er seinen Wunsch nicht erfüllen konnte, wurde er zornig und knirschte mit den Zähnen, wie es heisst: „Der GOttlose sieht es voll Unmut, er knirscht mit den Zähnen und schwindet dahin.“ Tehillim 112,10

Das Oberhaupt der berühmten Jeschiwa von Woloschin, war nicht vom Weinen Esaw`s beeindruckt, sondern von dem unseres Stammvaters Ja`akow`s, der trotz allem, was er durch Esaw erlitten hatte, bereit war, die Vergangenheit auch Vergangenheit sein zu lassen, so lange die kleinste Geste der Aufrichtigkeit hervor trat.

Kann uns nun nicht auch der Text hier selbst einen Hinweis auf den Charakter von Esaw`s Gefühlsäusserungen geben?! 

Benno Jacob bemühte sich, in seinem Kommentar zu Bereschit, einen solchen Hinweis zu finden, indem er alle Texte, die über ähnliche Treffen berichten, sorgfältig nachdenkt und auch vergleicht..

Ja`akow und Rachel

Darauf küsste Jakow Rachel und begann laut zu weinen. Bereschit 29,11


Josef und Benjamin
Dann fiel er seinem Bruder Benjamin um den Hals und weinte.. Bereschit 45,14


Ja`akow und Josef 

..und liess Josef seinen Wagen anspannen und fuhr seinem Vater nach Goschen entgegen. Als dieser vor ihm erschien, fiel er ihm um den Hals und weinte lange an seinem Halse. Bereschit 46,29


Moscheh und Aaron

Da machte er sich auf und traf ihn am Berge GOttes und küsste ihn. Schemot 4,27


Alle diese Passagen kontrastieren unseren Passuk/Vers: Da lief ihm Esaw entgegen und umarmte ihn und fiel ihm um den Hals und küsste ihn, und sie weinten.

Keine der anderen Erzählungen sind von solchen Überschwenglichkeiten begleitet. Benno Jacob schlägt vor, dass diese Beschreibung von Esaw`s Entgegenlaufen, (fiel ihm um den Hals) Umarmen, Küssen und Weinen „verdächtig“ ist. 

Und tatsächlich glaubt auch der Patriarch selbst nicht an die Aufrichtigkeit dieser oberflächlichen Gesten und weist unmittelbar darauf Esaw`s Angebot, ihn zu begleiten zurück. 

Ja`akow geht seinen Weg, allein, Esaw wendet sich nach Seir. Ja`akow`s Heim war wo anders im Lande Kanaan.. 

KÖNIG, HELFER, RETTER und SCHILD ist Der FELS JISRAEL`s unser VAter und wer IHM die Treue hält wird dies auch erfahren..

Baruch HaSchem!

Der EW`ge segne euch einen geruhsamen, erfüllten, stärkenden, heiligenden HaSchabbat!

Schabbat Schalom,
eure Anastasia

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Hört und seht wie gut der HErr ist, lasst euch segnen und erlebt neue Freude in eurem Leben. 
Bleibt nicht stehen sondern geht..

– שמע ישראל יהוה אלהינו יהוה אחד –  Schema Jisrael, Adonai Eloheinu, Adonai Echad – Höre Jisrael, der HErr unser GOtt (ist) einzig – Ακουε Ισραηλ κυριος ο θεος ημων κυριος εις εστιν 

Elohim spricht zu Seinem Volk, und es antwortet das ganze Volk mit einmütiger Stimme in dem sie sagen: * ALLE Worte die JaHWeH geredet hat, wollen wir tun!! *
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 Wajischlach וישלח „Und er schickte“ Berechit/1. Mo. 32,4 – 36,43

Beitrag  Admin Heute um 15:48




Donnerstag am 15 Kislew 5773 – 29.11.2012

Shalom liebe Leser, Freunde und Interessierte,

Versöhnung nach jahrelanger Trennung der Brüder Jakov und Eisav/Esau wird uns in Berechit/Anfänge/1.Mo. dargelegt, wir setzten uns damit auseinander und suchen einen tieferen Sinn der uns Gewinn bringt im Alltag.

Jakov fürchtet, dass Eisav ihm immer noch böse ist und er schickte seine Knechte mit Ziegen, Schafen, Kamelen und Rindern voraus, um seinen Bruder vor der Begegnung mit ihm milde zu stimmen. 

Dann jedoch hat Jakov eine Vision, in der er mit einem himmlischen Wesen kämpft, dies ungenannte Wesen segnet ihn; denn du hast mit GOtt und mit Menschen gekämpft, und gibt ihm den neuen Namen Israel. 

Am nächsten Tag sind die Brüder wieder vereint, so erfahren wir weiter; und Eisav lief auf ihn zu und umarmte ihn.
In diesem Augenblick erfährt Jakov die Freude der Vergebung, und die Last vieler Jahre fällt von ihm ab.

Jakov bedeutet/symbolisiert von der Wurzel Ekew her: List und Betrug. Dadurch hat er die Segenssprüche seines Vaters Issak bekommen, jedoch Elohim bestätigte auch so Sein Wort; der Ältere dient dem Jüngerem und gibt ihm den Namen Israel, was Herrschaft und Rechtmässigkeit bedeutet. 

Hier ist die List und der vermeintliche Betrug der Jakov zu der Brachot/zu den Segenssprüchen bringt ein Mittel zum Zweck, doch vergessen wir nicht, Isaak wusste vermutlich nicht, dass Eisav seinem Bruder das Erstgeburtsrecht für ein einfaches Essen verkauft hatte, Rebekka jedoch wusste es. 

Immer wieder begegnen wir den starken Frauen die GOttes Absicht scheinbar durchsetzten und so zum Erfolg bringen.

Manchmal ist die Wahrheit nicht offensichtlich in dieser Welt der Verhüllung/des Verborgenem und es ist manchmal klug seine Absicht zu verbergen wenn man dem GOttes Willen dient um nicht sofort gebremst und gestoppt oder ausgeschaltet zu werden. So kommt es vor, dass man GOtt dient und alles in Liebe zu IHM tut ohne es nach aussen Preis zu geben um im Schutze des Ewigen und in der Verhüllung das Gute zu tun und dem Höchsten zu dienen zu einem besseren Zweck und Grund. Zuweilen wird man dann zwar gerichtet von den Mitmenschen und nicht verstanden, die Aktionen die man vollbringt werden missdeutet, doch zu HaShems Zeit wird alles enthüllt werden.

Eisaw steht für das körperliche oder fleischliche in uns, Jakov für das geistige in uns, wie die beiden Brüder im Kampf oder Trennung verweilten so gibt es auch in uns den Kampf zwischen Körper und Geist. 

Es ist wichtig mit beiden Elementen ausgesöhnt zu sein um innerlich zu wachsen und ein neuer Mensch zu werden der nicht beherrscht wird, weder durch das Fleisch, sonst ist er nur fleischlich noch nur mit dem Geist, sonst können wir in dieser Welt nicht mehr für voll gelten, wir wären abgehoben und niemand könnte uns folgen. 
Dies bedeutet nicht, dass es schlecht wäre nur ein geistlicher Mensch zu sein, jedoch leben wir in Gemeinschaft mit Menschen und diese brauchen mitunter Zeit *geistlicher zu werden*, wir wirkten sonst auf sie zu unerreichbar, sie hätten Angst vor uns. 
In der Familie braucht man uns auch um die materiellen Dinge zu ordnen, so ordnen wir sie unter um auch geistlich zu bleiben und machen uns nicht abhängig nur vom Weltlichen/Materiellem und unsere Geistlichkeit ordnen wir den Bedürfnissen der Mitmenschen unter in dem Sinne, dass wir ihnen dienen mit Weisheit und das Materielle nur benützen um HaShem und dem Nebenmenschen zu dienen in Liebe, Barmherzigkeit, Demut und Sanftmut.

Dienst ist auch eine weitere verborgene Deutung des Namens Jakov wenn wir Jesha `Jahu/Jesaja 44. 1 mit einbeziehen; „jetzt hör zu, mein Diener Jakov“, so dienen wir als Knechte unserem Elohim, manchmal unter Zwang mit weniger Freude und Begeisterung. Doch sollen wir auch Israel sein, der mit Freude und Wohlwollen, mit ganzer Hingabe den Willen HaShems erfüllt wie ein geliebtes Kind, so die verborgene Deutung des Namens Israel nach Exodus 4. 22; „mein erstgeborenes Kind, Israel“ uns preisgibt. 
Beides in Einem dienen wir mit Freude und im Kampf der inneren Kräfte als die Kinder GOttes und unterwerfen uns wie die Diener seinem Geistbraus und lassen uns bewegen, lernen handeln unter HaShems Salbung und tun dies mit Hingabe und Freude, wie mit unserem ganzem Einsatz. 

Wir dienen den EINEN und Einzigen Jah und preisen IHN mit Lobgesang!

Unser Vater Jakov hat in der Fremde als er im Exil bei Laban war, seine Kinder erzogen nach dem Beispiel seines Grossvaters Abraham und seines Vaters Isaak, ihm waren die materiellen Güter nicht so wichtig, sein wahrer Reichtum seine Kinder, der Ewige, gepriesen HaShem, hat ihn dafür gesegnet und belohnt auch mit äusserem Reichtum. 
Seine Kinder und deren Erziehung waren Jakov wichtiger als die materiellen Güter, dies kann man aus der Torah herauslesen, denn für seine Herden baute er Hütten, für seine Kinder und sich jedoch ein Haus. 

Unsere Hütte ist in dieser Welt, unser Haus jedoch ist in unserem himmlischen VAter. 

Wir lassen uns von IHM erziehen, und lernen uns selbst zu erziehen und unsere Kinder, geistig und fleischlicher Natur.

Bei allem auf diesem Weg und in diesem Leben, geht es darum die Einheit beider Aspekte, dem fleischlichem wie dem geistlichem in uns zu befrieden, eine homogene Einigung zu erreichen.
Die Vergebung ist hierbei ein wichtig ernstzunehmender Auftrag, eine ernstzunehmende Aufgabe um nicht innerlich zerissen zu sein. 

Damit wir uns selbst vergeben und erfüllt leben können, braucht es die Gewissheit, dass unser VAter im Himmel uns vergibt und hilft ein besserer Mensch zu werden.

Wenn wir im Kampf/Krieg mit uns selbst bleiben, können wir nur den Kampf/Krieg nach aussen bringen, sind wir jedoch mit uns versöhnt im Vertrauen auf HaShem, dann können wir seinen Shalom/Frieden den ER uns gibt nach aussen tragen und bringen. Kennen wir doch alle das Gebot, den Nebenmenschen zu lieben wie uns selbst, so haben wir zu lernen uns selbst zu vergeben und zu lieben durch die Liebe und Vergebung nach der Techuva/Rückkehr zu Elohim, um unseren Nebenmenschen lieben zu können und ihm zu vergeben mit ganzem Herzen. 

Stolz ist aus eigener Kraft zu handeln, Demut ist aus der und mit der Kraft GOttes zu handeln, dann ermüdet und ermattet man auch nicht mehr so schnell je mehr und besser dies gelingt.

Bei Frost und Hitze schuftete Jakov, das heisst unter allen Umständen versuchen wir das Beste zu geben. Jedoch nicht nur mit oder aus eigener Kraft wir vertrauen auch auf die Hilfe unseres Herrn und GOttes!

Den bösen und nur fleischlichen Trieb ordnen wir mit HaShems Gnade und Hilfe wie Segen und unserem guten Willen und im Vertrauen zu IHM dem Geistlichen unter. 
Wir leben jedoch noch im hier und jetzt und müssen uns mit dem Körperlichen auseinandersetzen ohne uns beherrschen zu lassen. Wenn wir Fehler machen oder sündigen, bitten wir um Vergebung, bringen Busse und Geschenke der Wiedergutmachung, wir nehmen die Vergebung an und gehen mit neuer Kraft und voller Energie weiter unseren Weg durch diese Zeit in unserem Leben jeden Tag neu.

Wenn wir uns nur auf die Fehler und Schwächen konzentrieren, können wir nicht effektiv sein.
So stehen wir auf voll Vertrauen zu unserem himmlischen VAter und danken HaShem für seinen Segen und seine Hilfe. 

Es ist besser auf HaShem zu sehen und zu bauen als auf seine eigenen Schwächen zu sehen und mit Schuldgefühlen durch das Leben zu gehen. 
Es ist besser auf HaShem zu sehen und zu bauen als auf der anderen Schwächen zu sehen und diese mit Schuldgefühlen und Schuld zu beladen.
Das Leben ist uns ein wunderbares Geschenk um zu lernen und auf EL zu hören, ER kann uns durch alles etwas lernen.

Und er schickte.., schicken auch wir unser Geschenk..

Nach einer Zeit der Rebellion und des Kampfes gegen dich selbst, die Menschen und GOtt, komm zu der Erkenntnis in Versöhnung und im Segen EL Chaddai`s wie Jakov: „ich habe GOtt von Angesicht zu Angesicht gesehen, und meine Seele ist gerettet worden!

Allen frohen Shabbat und allumfassenden Shalom!
Anastasia.
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