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Wajigasch ויגש „Und er trat heran“ Berechit/Anfänge/1-Mo. 44,18 – 47,27

Beitrag  Admin Heute um 14:09


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3 Tewet 5774 – 6.12.13
Wajigasch ויגש „Und er trat heran“  44,18 – 47,27


Schalom liebe Freunde und Leser,

„Elohims Logik“ können wir nicht einordnen, ausser auf die aller höchste Stufe stellen und HaSchem anbeten wie lieben, IHM ganz vertrauen..

So ungefähr, habe ich einen Satz geformt bei der Auslegung im letzten Jahr zu diesem Leseabschnitt in unserer Torah.

Es ist wieder so weit die sehr bewegende Geschichte von Josef und seiner Familie zu betrachten..

In der dieswöchigen Paraschah fällt mir diesmal besonders auf, wann von Jisrael oder von Ja`akow die Rede ist und wie der jeweilige Name gebraucht wird, ist es doch ein Mann Elohim`s, unser Vorvater, und hat er jene zwei Namen, den von seinen Eltern und den Namen mit seiner Berufung und tieferen Bedeutung von HaSchem.

..darüber kann sich jeder selbst Gedanken machen, darüber nachdenken, hören, lesen und in der Familie darüber sich austauschen..

Es heisst von Ja`akov, sein Geist lebte wieder auf..

Hier ist von der Schechina/ שְׁכיִנָה /Herrlichkeit, vom Ruach Elohim`s die Rede, welcher sich durch den Kummer und die Sorge von Ja`akow entfernte. 

In Pessachim 117a wird dies so erklärt, dass der Ruach Elohims nicht über einen Menschen kommt, der im Kummer ist.

Wir lernen dadurch auch, dass der Ruach des EW`gen kein Kummer ist, wir den Kummer nicht suchen sollten. Doch wie kann man gegen Kummer angehen?!

In aller Bescheidenheit erlaube ich mir zu sagen, indem man als Mensch der Fähigkeiten und als Einzelner dem freien Willen gewährt ist, sich entschliesst zur Freude, zur Zuversicht und all dem was uns nützt ein besonderer Mensch, im Sinne unserer Berufung: „heilig zu werden wie EL heilig ist“. Dies schliesst unsere Beziehung mit den Mitmenschen ganz mit ein und unsere Beziehung zu Elohim..

Nicht um unseret Willen allein, sondern weil VAter es uns lehrt durch Seine wohlwollenden Weisungen und uns immer wieder Schild, Schutz, Retter und Helfer ist. All das, was wir so schön regelmässig oder auch unregelmässig aus unserer Torah vernehmen, soll uns lehren. 

Es soll uns Hilfe sein in unserem Leben als glücklicher Mensch, es soll uns Stütze sein um uns zu einem vollum gesunden und zufriedenen Menschen zu entwickeln.

Wenn ich hier gesund anführe, meine ich die Gesamtheit und will damit die Schechina/ שְׁכיִנָה /Herrlichkeit integriert sehen in einem Menschen, da für mich ein Mensch nur dann ganz ist in einem Sinne, um das Ziel oder die Mizwa zu erfüllen, heilig zu werden nach HaSchem`s Auftrag.

Rabbiner Rothschild hat in seinem Buch: „Der Honig und der Stachel“ öfter, wenn er von Schabbat oder Siddur, den Festtagen spricht erklärt, dass wir unter Kadosch meist <heilig> verstehen, es durchaus als <besonders> übersetzt werden kann.

Ist nun besonders weniger heilig?! Weniger wertvoll?! Oder wie kommt es dazu, dass wir neigen auf unsere Art zu verstehen?! Ist dies gut oder nicht so gut?!

Wenn ich nun sage, ein Mensch in dem die Schechina/ שְׁכיִנָה /Herrlichkeit wohnt ist heilig, gibt es dann einen Unterschied dazu wenn ich sagen würde: ein Mensch in dem die Schechina/ שְׁכיִנָה /Herrlichkeit wohnt ist besonders?!
Auch hierüber kann jeder Mensch sich Gedanken machen und hat vielleicht seine Erfahrungen damit gemacht..

Für mich scheint in diesem Sinn, <besonders>, das richtige Wort zu sein, denn die Schechina macht den Menschen noch nicht zum Heiligen, wenn ich es mal so leger ausdrücken darf, es braucht die Mitarbeit und das Bestreben, ohne Ziel kommt Stagnation, Stillstand!

Dies ist es doch, darum handelt sich doch das Meiste in unserem Leben, in der Aufgabe die uns von EL übertragen und anvertraut wird..

Wir stehen nicht still nur unter der einen Bedingung, dann wenn wir einen speziellen Ruf für eine Zeit dafür von Unserem EL erhalten haben zu einem bestimmten Grund.

Nun kann man jedoch, wenn wir zu diesem Satz in der heutigen Paraschah zurück kommen nicht sagen, Ja`akow hat sich nicht bemüht um die Schechina, er liess sich von Kummer übermannen. Es gibt grundsätzlich nicht`s was ein Mensch tun kann damit der Ruach unseres HErrn auf uns ruht, sonst wäre alles von uns abhängig, „oder?!“. 

Doch oder noch können wir günstigen Falls die Ümstände oder Vorraussetzungen dafür schaffen?!

Unser ELohim ist weder käuflich noch bestechlich noch zu beeindrucken von uns aufgeführtem Theatralem oder sonst wie..

Bedenkt, die Hebräer werden viele Jahre in Mizraim bleiben bis irgendwann dann auch ein Phar`o nicht`s mehr weiss von einem Abkommen oder Josef..

Können wir dem Leid aus dem Weg gehen, dem Kummer?!  ..meine Lieben wenn wir das könnten, dann behaupte ich einmal, dass wir dann alle schon heilig sind/wären.

Elohim verlangt von uns nicht das wir es schon sind auch wenn Seine Berufung über uns diese Heiligkeit oder das Besondere schon beinhaltet, doch es entbindet uns keinesfallst zu bestreben, zu erstreben, darin zu wachsen, zu lernen und vielem mehr.. 
Dabei die Zuversicht, besser noch, den Emunah nie zu verlieren und wenn man ihn nicht hatte auch darum zu flehen und zu streben in einem echten Kampf um Leben und Tod. Weshalb ich dies so krass ausdrücke dazu kommen wir später..

Wir lernen in dieser Paraschah auch, dass es einen freien Willen gibt für den einzelnen Menschen, doch für ein Volk unser Gewaltige Elohim einen Plan hat, wir geführt sind und unter Umständen nicht so frei sind..

Volk, Völker, Nationen und/oder Verheissungen auch durch Künder, es braucht einen gemeinsamen Entscheid für manches. 
Der Ruf ist immer Umkehr, Reue, also Techuwa ob man nun an JAH glaubt oder nicht gibt es Regeln und Prinzipien die für alle Menschen eine Gültigkeit haben. Auch hierin befindet sich die Menschheit noch in einem Prozess des Werdens. Unsere Menschwerdung ist in vielen Aspekten, dort wo wir als Menschheitsfamilie versagen noch nicht abgeschlossen, dies wage ich zu behaupten.

Es gibt immer auch einen Zusammenhang oder hat es immer gegeben im Denken der Menschen, Leid und Schuld, Katastrophen und Sünde etc., manchmal kann man Zusammenhänge plausibel erklären doch zu oft sind solche Erklärungen sehr kontraproduktiv und auch daneben, weil wir als Menschen eben noch nicht diesen Grad und den Status der Heiligkeit intus haben um GOttes Gedanken denken zu können oder Seine Wege zu gehen, doch ich bin zuversichtlich, dass die Menschheit noch lernfähig ist und auch lernen wird zu Hören/Schema! 
Wir müssen weder alles verstehen noch alles erklären können oder eine Antwort haben und können trotzdem klug, weise und intelligent sein. Das Geheimnis, das eine muss das andere nicht ausschliessen liegt schon in uns selbst, dass wir uns entscheiden können ob wir gut oder böse handeln was durchaus nicht immer mit der Meinung meines Gegenübers übereinstimmen muss. Wir lernen und gehen, wir haben uns zu ergänzen, uns zusammenzufinden..
Im Dialog im Miteinander und Füreinander lernen wir besser uns einfühlen, es ist also noch eine andere Art von Verständnis die wir erlernen dürfen die uns um weit mehr bringt „a echter Mensch“ zu sein!

Die Sprache von Liebe die uns entgegenwinkt bei jeder Erfüllung einer Mizwa, die jede Mizwa durchdringt, ja, die durch die Mizwa erst zu uns hindurchstrahlt..

Dieser Reichtum, dieser echte Reichtum und Tresor oder Schatz durch Schechina des Allmächtigen der sich unserer erbarmt wenn wir unsere Fehler eingestehen und uns bemühen um Wiedergutmachung und wahrer Reue. Nicht Askese und Busse in dem Sinne ich muss GOtt nun beeindrucken oder besänftigen, es geht nicht um Äusserlichkeiten es handelt sich um eine innere Haltung und Einstellung.

Werde nun eine ungeheuerliche Bemerkung unternehmen und damit in keinster Weise unseren Stammvater Ja`akow irgend Etwas unterstellen.

Ihr könnt euch noch erinnern, er sandte seinen Sohn Josef um nach seinen Brüdern zu sehen, dieser antwortete, er sei bereit, er ging und kam nicht zurück..

Ihr erinnert euch auch noch an die Andeutung Ja`akows an Laban wegen der 20 Jahre in denen er diente (und die 2 Jahre des Weges von Ja`akow zurück nach Hause). Das ist was er zu Lawan sagte Kap. 31 Vers 41: „bereits 20 Jahre sind mir in deinem Haus vorübergegangen, (mir sind sie vorübergegangen auch als: auf mir liegen sie; und später werde ich dafür leiden müssen.)“

Bei der Andeutung er würde dafür Schmerz erleiden, dass er die Mizwa seine Eltern zu ehren nicht erfüllen konnte, es kann auch eine Öffnung sein für Leiden, wie eine Einladung die durch ein Schuldgefühl auf ihn hereingebrochen ist..

Von beiden Andeutungen können wir auf Schuldgefühle zurück schliessen und ich finde es sehr wichtig dies anzusprechen, denn wie eine Askese einerseits die sich der Mensch zumutet, oder irgendwelche Opferhandlungen die ein Mensch vollbringt um seinem GOtt zu gefallen, genauso wie Schuldgefühle sind nicht notwendig um unserem Elohim zu gefallen, im Gegeteil sie erschweren uns den Zugang zu wahrer Freiheit.

Weshalb sage ich euch dies mit unverfrorener Kühnheit und Chuzpe, weil es für mich wie ein Schlüssel ist zu dem bildlich gesprochenem Herzen unseres VAters, dessen Name gelobt sei ER, doch noch mehr unser VAter selbst, gepriesen und gelobt Seine königliche, gerechte und barmherzige Fürsorge und Herrschaft.

Es gibt Menschen sie nehmen Kummer und Sorge auf sich und ergehen sich in diesem Kummer und der Sorge, dies kann jedoch nur Segen und geistlichen Gewinn bringen, wenn es nicht von uns selbst gesucht wird, also von dem Menschen selbst. 

So kann ich ruhigen Gewissens unseren Stammvater Jisrael nicht anklagen, es bleibt das Geheimnis zwischen MALKENU und Jisrael unserem Vorvater Ja`akow der, der Knecht Elohim`s ist und bleibt..

Jetzt könnte ich sterben, man könnte auch sagen, mein Auftrag meine Erfüllung der Berufung ist hiermit soviel wie abgeschlossen..

So uns so können wir lernen und studieren, an Weisheit wachsen, doch das Grösste ist bereit zu sein und zu Hören wenn AVINU uns ruft!

Auch darüber kann man nachdenken..

Ein anderes, Welches mich bewegte ist, wozu oder weshalb Ja`akow nicht um Josef`s Hals fiel, als sie sich wieder fanden, unsere Lehrer sagten dazu, dass er das „Schema“ las..
Weshalb las jedoch Josef nicht das „Schema“ gemeinsam mit seinem Vater?! Auch dazu klären uns unsere Weisen auf, indem sie sagen, dass man entbunden ist, so man mit einer anderen Mizwa beschäftigt ist. In diesem Falle ehrte Josef seinen Vater.

Jetzt möchte ich sterben, der einfachste Sinn ist wie im Targum Onkelos erklärt, nicht bedeutet: ich möchte jetzt sterben, sondern: wenn ich jetzt sterben müsste, wäre ich getröstet durch die Tatsache, dass du noch am Leben bist.
Der Midrasch sagt dazu, ich dachte, zweimal sterben zu müssen, in dieser Welt und in der zukünftigen Welt, weil sich die Schechina שְׁכיִנָה Herrlichkeit von mir entfernt hatte, und ich glaubte, dass der HEilige, gelobt sei ER, deinen Tod von mir fordere; jetzt da du noch lebst, werde ich nur einmal sterben. Tanch. 9

Wir sehen der grosse übermächtige Trost wird hier mit der Schechina שְׁכיִנָה Herrlichkeit, dem Ruhen von Elohim`s Ruach auf Jisrael gleichgesetzt oder erklärt und wenn wir weiter in die Tiefe gehen, erkennen wir die Lebensnotwendigkeit der Schechina mit und in uns um Leben zu können in der zukünftigen Welt und sie in dieser Welt schon ein grosser Trost ist.

Möge der EW`ge in euch wohnen mit Seinem Trost und Seiner Herrlichkeit שְׁכיִנָה Schechina!

Voll Emunah danke ich Avinu, Malkenu dass ER mit Seinem Geist auf uns ruhe und wir auf IHN hören, wir ein lebendiges Ohr und Auge, Herz und Nase sind, jeder mit den Gaben und Fähigkeiten die er einbringt in dieses Leben, in diese Welt und ich bitte VAter um Vergebung dort wo wir schuldig geworden sind. ER reinige uns von jeder Art bewusster und unbewusster Schuldgefühle die uns lähmen ein besserer, neuer Mensch zu sein. 

Dann, wenn wir frei sind durch die Gnade unseres GOttes/Elohim`s der uns alles schenkt, Seine Geschenke auch anzunehmen, auszupacken und unsere Freude darüber zu kultivieren um unserem Nebenmenschen zu erfrischen, zu erfreuen indem wir brüder-und schwesterlich Teilen und den Nebenmenschen so an unserer Freude teilhaben lassen, an dem Reichtum, dann wird das Reich unseres VAters sichtbar wachsen und sich in unsere Welt herniedersenken.

Baruch HaSchem.

Gepriesen und gelobt Unser Vater JAH! HalleluJAH! Befreit euch vom Fluch des Ungehorsams/Nichthören`s, lasst euch befreien und so wie wir VAter um Glauben/Emunah bitten oder Schalom, so dürfen wir IHN auch bitten und dafür danken, dass ER uns mit Schema/Hören beschenkt hat, denn alles was HaSchem tut, getan hat und tun wird, uns geschieht ist immer schon da..

Schabbat Schalom
eure Anastasia


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Hört und seht wie gut der HErr ist, lasst euch segnen und erlebt neue Freude in eurem Leben. 
Bleibt nicht stehen sondern geht..

– שמע ישראל יהוה אלהינו יהוה אחד –  Schema Jisrael, Adonai Eloheinu, Adonai Echad – Höre Jisrael, der HErr unser GOtt (ist) einzig – Ακουε Ισραηλ κυριος ο θεος ημων κυριος εις εστιν 

Elohim spricht zu Seinem Volk, und es antwortet das ganze Volk mit einmütiger Stimme in dem sie sagen: * ALLE Worte die JaHWeH geredet hat, wollen wir tun!! *