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Nasso נשוא „Erhebe“ Numeri/4.Mo./Namen/Wüstenzug 4,21 – 7,89

Beitrag  Admin Heute um 18:10



8 Siwan 5773 – 17.5.2013
Nasso נשוא „Erhebe“ 4,21 – 7,89



Schalom liebe Freunde und Leser!

Ein Nasiräer vom hebräischen „נָזִיר“ /Nasir, das oft mit Asket übersetzen wird, man kann auch Enthaltsamer übersetzen, ist ein Mensch, der Elohim gegenüber freiwillig einen besonderen Eid leistet. 

Unsere Lesung heisst Nasso was Erhebe bedeutet, man könnte sich also auch aus dem Gewöhnlichem erheben im geistlichen wie im materiellen Sinn und mit Elohim etwas Besonderes tun und schaffen, denn ER ist der Schöpfer und durch IHN dürfen wir, wenn wir besondere Zeiten mit IHM verbringen mehr noch hineinwachsen in Seine Ordnung, die Gebote, Satzungen, Weisungen, Rechte und Pflichten, wir werden tiefer verstehen lernen und in IHM wachsen.. 
Ein gutes Motto Besonderes zu tun wäre zum Beispiel, das Alltägliche besonders aussergewöhnlich gut zu tun!


Bestandteile des Eides eines Nasiräer`s sind:
1. auf alkoholische Getränke wie Wein und Bier völlig zu verzichten, ebenso auf Weintrauben, Rosinen und Essig, alles was irgendwie mit der Frucht des Weinstocks zu tun hat,
2. sich keiner Leiche und keinem Grab zu nähern, selbst wenn es sich um einen nahen Verwandten handeln sollte,
3. sich nicht die Haare und den Bart zu schneiden.

Diese Bestimmungen finden sich in der heutigen Paraschah im sechsten Kapitel des Buches Wüstenzug. 

Haare und Bart des Nasiräers werden vor Beginn der festgesetzten Zeit abrasiert.

Im antiken Judentum brachte der Nasiräer nach Ablauf dieser Zeit zum Abschluss ein Tieropfer im Tempel dar, Haare wie Bart wurden noch einmal abgeschnitten. Wenn der Nasiräer doch in die Nähe einer Leiche kam, etwa wenn in seinem Beisein ein Mensch plötzlich verstarb, war die bisherige Eideszeit ungültig und die Zählung der Tage begann von neuem..

Wenn wir die Vorschriften für die Gelübde lesen und beim Torah – Studium erfahren, dass diese in dem Augenblick nicht mehr gültig sind, sobald man in die Nähe eines Toten kommt oder sobald neben einem einer tot umfällt die bisherige Eideszeit ungültig wird, verstehen wir in wieweit der Tod einen Einfluss hat, der selbst ein Gelübde welches man HaSchem darbringen will für ungültig befunden wird. Übersetzen wir dies nun auch geistlich, wird es sehr schwer in unserer Zeit und Umgebeung noch ein Gelübde erfüllen zu können, denn zumeist sind wir von geistlich Toten umgeben. (Damit will ich weder jemanden richten noch festlegen und wir werden uns darüber eingehender Gedanken machen zu Elohim`s Ehre und unserer Freude.)

Doch geben wir die Hoffnung nicht auf, denn Elohim braucht nicht unsere Gelübde, ER will unsere Aufmerksamkeit, dass wir auf IHN hören und uns von IHM heiligen lassen in dem wir Seine Torah die uns Leben zusichert nach Seinem Willen an- wie aufnehmen. ER hat uns Seinen Hauch verliehen und kann uns bewegen Frucht zu bringen um hier auf Erden in dieser Zeit Einfluss zu haben zu Seiner Ehre. Wir dürfen Licht sein und hier einen Ort schaffen in dem die Herrlichkeit Adonajs wohnen kann.

Der Ewige beschenkt uns ohne uns einen Verdienst unserer Bemühungen abzusprechen, wir sind auf dem Weg und lernen täglich in dem wir uns immer wieder an IHN wenden. ER kommt uns zu Hilfe und beweist uns Seine Treue indem wir beschenkt werden und von Seiner Güte und Seinem Erbarmen bedacht werden noch bevor wir unsererseits einen Verdienst vorzeigen können. Stimmt dies, dass wir keinen Verdienst vorzuzeigen haben? Es ist nicht ganz richtig, denn ER will unsere Stimme hören, unser Ja, unsere Entscheidung! So wie unsere Vorfahren einstimmig die Torah angenommen haben ohne zu wissen welche Konsequenz sie trifft, doch haben sie die Wunder gesehen die Elohim wirkte in dem ER sie aus Mizraim führte. Also hat ER, obwohl ER wusste, dass wir auch wieder in das Wanken kommen Seine Huld erwiesen. ER hat auf das Flehen Seines Volkes gehört und sich Ihrer erbarmt wegen des Bundes den ER mit unseren Vorvätern geschlossen hat. 

Unser Leid und unsere Not ist IHM auch heute nicht verborgen und wir haben die Möglichkeit mit IHM zu sprechen, wenn wir auf IHN hören, hört auch ER uns zu, wir sollten uns bewusst werden wem wir zuhören und glauben und wem wir uns anvertrauen. Der Ewige, gepriesen sei Sein Name ist keine Marionette die wir manipulieren können und ER sieht uns in das Herz.

So ist es ratsam IHM keine Vorschriften zu machen doch IHM durchaus unseren Weg und unser Ziel bekannt machen, IHM unsere Liebe und Treue bezeugen auch in Taten.

Was nützt es uns ein Gelübde zu machen wenn in uns selbst noch Bereiche tot oder brach da liegen. Wir sollten uns nicht berauschen an den weltlichen und nichtigen Dingen, wir sollten nicht einmal festhalten an dem Schmerz und dem Leid, welches wir erfahren haben oder an die scheinbar ungerechten Begebenheiten die uns widerfahren sind. 
Viel mehr sollten wir IHN bitten uns zu erfüllen mit Leben, einzudringen in alle Bereiche unseres Lebens, unserer Gefühle, Stimmungen, Erinnerungen, Verstand, Fähigkeit zu denken und zu entscheiden, wir sollten IHN bitten um die Dinge die ER uns zugesagt. Nicht, dass ER vergessen hat was ER uns zugesagt hat, doch wir vergessen all zu leicht und sollten es uns in Erinnerung rufen damit wir fest stehen auf dem Grund und Boden auf den ER uns gestellt hat und nicht wanken. Wankelmütigkeit, Trägheit, Melancholie, Eigensinn, Unversöhnlichkeit, Halsstarrigkeit sind grosse Hindernisse auf unserem Weg eine gute Beziehug mit Elohim zu unterhalten. Der Ruach des Ewigen ist ein Geist der Ordnung. Wir dürfen die geistlichen Prinzipien der Ordnung HaSchem`s lernen und hineinwachsen..
Der Ewige hat uns Ordnung gegeben im geistlichen wie im materiellen Bereich und wann immer wir zu dieser Ordnung zurückkehren und nach GOttes Ordnung in unserem Leben Ausschau halten und danach trachten diese einzuhalten dürfen wir uns der Fülle Seines Segens Gewiss sein. Sanft erzieht ER uns.. ER wird uns reinigen von toten Gefühlen, totem Denken, totem Reden, toten Werken so wir IHN darum bitten. All das Tote, man könnte auch sagen das unnütze Denken, Reden und Tun begrenzt uns. 

Durch alles was ich euch heute sage, will ich niemandem Angst machen, denn die Angst lähmt und führt in eine Enge oder Sackgasse, auch will ich niemanden entmutigen, vielmehr will ich mich bemühen unser Augenmerk auf das Wichtige lenken damit wir aufmerksam werden und nicht belanglosen Dingen nachhetzen in denen wir uns verlieren könnten, es geht darum uns immer wieder bewusst zu machen, dass wir nicht alles alleine aus uns schaffen, zu oft lassen wir uns von unseren weniger guten Neigungen, unserer Unwissenheit oder unserem bösen Trieb täuschen. Immer wenn wir sündigen oder schwach werden aus eigenen Fehlentscheidungen oder äusseren Eindrücken und Begebenheiten die uns bedrängen, verlieren wir die Ordnung und Orientierung, vor allem wenn wir auf das Tote um uns starren und zu sehr auf die Schwierigkeiten und Probleme, oder Sünde anderer gegen uns fixiert bleiben. Wir haben jeden Tag immer und immer wieder neu zu beginnen und zu lernen unseren Blick auf Elohim zu wenden. 

IHN sollten wir ansehen mit unseren geistlichen Augen in Liebe und Vertrauen, denn ER ist unsere Hilfe, IHM gebührt mit Recht alle Ehre!

Im Aaronitischen Segen wird gebetet, dass der Ewige gelobt ist ER uns sein Angesicht zuwendet. VAter hat es so aufgetragen weil ER Sein Angesicht uns zuwendet, werden wir uns dessen bewusst und nehmen wir Seine Hilfe an, alles aus dem Weg zu räumen, wir, mit unserer Kraft und unserem freien Willen und der freien Entschlusskraft uns zu entscheiden, mit IHM und mit der Kraft Seiner Salbung, die auf uns ruht und bei uns ist. Auch wir dürfen unser Angesicht IHM zuwenden der unserer ganzen Aufmerksamkeit würdig ist und uns nicht enttäuscht, da in IHM keine Täuschung ist.

Die Enthaltsamkeit die Elohim gefällt hat damit zu tun heilig zu werden wie ER heilig ist, sein Erbarmen zu lernen in allen Bereichen, zu uns selbst und den anderen um uns, Geduld und Langmütigkeit zu üben, Grosszügigkeit und Freundlichkeit lernen und so vieles mehr.. Vor allem jedoch will ER, dass wir uns in IHM freuen und Leben!

ER braucht weder unsere Gebete noch Gelübde doch ER will uns, weil ER uns liebt, lieben wir ihn auch oder gebrauchen wir Ihn nur für unsere Belange, dies wäre ein guter Ansatz uns selbst zu fragen und zu prüfen, zur täglichen Techuva und um uns von IHM erneuern zu lassen.

Bitten und Flehen (im Sinne, dies wollen wir wirklich und wahrhaftig, sehnen uns aufrichtig) wir IHN an und danken IHM, dass ER uns eingeladen hat, IHN zu lieben mit ganzem Herzen und ganzer Seele und aller Kraft.
Wir sehen, es hat alles einen tieferen Sinn (was ER uns aufträgt), mit ganzem Herzen, also geben wir IHM alle Bereiche in unserem Herzen, alle Bereichen unserer Seele, alle Bereichen unseres Verstandes und Geistes, krönen wir IHN und ehren IHN, rufen wir Seine Herrschaft aus über uns selbst damit wir wahrlich Sein Abbild werden mehr und mehr in Beständigkeit und Seine ganze Herrlichkeit in alle Bereiche unseres Lebens einziehen kann.
Jemehr ER bei uns wohnen kann werden sich unsere Entscheidungen decken mit Seiner Ordnung und ungeahnte Kraft wird frei gesetzt werden, auch unsere Unterscheidung und unser Feingefühl für die Belange und guten Gründe Elohims werden uns klarer, wir lernen uns beherrschen und einzufügen in die ewige Glückseligkeit, wir werden frei von uns selbst um der Heiligkeit wegen, zu der wir von Adonaj El Chaddai gerufen und erwählt wurden. Wir kommen in Seine Freude, die diese Welt um uns braucht..

Alles was wir zum fruchten bringen mit IHM wird Leben schenken!

Baruch HaSchem!

Wünsche euch allen frohen Schabbat in Seiner Freude, 
eure Anastasia



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Hört und seht, wie gut der Herr ist, lasst euch segnen und erlebt neue Freude in eurem Leben. Bleibt nicht stehen sondern geht. 
‎- שמע ישראל יהוה אלהינו יהוה אחד – 
Shema Jisrael, Adonai Eloheinu, Adonai Echad – Höre Israel JaHWeH unser GOtt ist einzig – Ακουε Ισραηλ κυριος ο θεος ημων κυριος εις εστιν

Elohim spricht zu Seinem Volk, und es antwortet das ganze VOLK mit einmütiger Stimme in dem sie sagen:* ALLE Worte die JaHWeH geredet hat, wollen wir tun !!!*
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