Shabbat- Lesungen -Parashah -Betrachtung -Hilfen im Alltag – Seite 7.

Mikez מקץ „Am Ende“ Bereschit/1. Mo./Genesis 41,1 – 44,17

Beitrag  Admin Heute um 12:04


..

23 Kislew 5774 – 26.11.13
Mikez מקץ „Am Ende“ 41,1 – 44,17


Schalom liebe Freunde und Leser,

wenden wir uns heute der Gelassenheit Josef`s zu und verweilen bei einigen Versen nur..

Pharo schickte nach Josef und „liess ihn eilends aus dem Gefängnis holen“. Josef liess sich die Haare scheren, wechselte seine Kleider und wurde vor Pharao gebracht, heisst es in Bereschit 41,14.

Raschi begründet das Scheren der Haare und das Wechseln der Kleider mit, zu Ehren des Königs/Pharo.



Raschi deutet an, dass Haarschnitt und Kleiderwechsel Josef`s Idee waren, denn es steht nicht geschrieben: sie nahmen ihn eilends heraus aus dem Kerker, schnitten ihm die Haare und wechselten ihm die Kleider..

Vielmehr steht geschrieben, er liess sich die Haare schneiden und er wechselte seine Kleider. 

Die Einzahl bei Haarschnitt und bei Kleiderwechsel lässt darauf schliessen, dass diese Aktion auf Josef`s Initiative erfolgten. 

Wenn wir uns dies nun bildlich vorstellen, wie Josef nach Jahren im Kerker zu verweilen nun endlich zum Pharo gerufen wird und er sich erst einmal die Haare scheren lässt, wie er dann als er wieder gedrängt wird sich zu beeilen, schliesslich schickte der Pharo nach ihm und dieser war zornig, bekannt als Tyrann, er ärgerte sich keine Auslegung zu seinem Traum zu haben, hörte von Josef und wollte diesen augenblicklich sehen..
Josef jedoch seelenruhig verlangt er neue Kleider einzukaufen um sich wechseln zu können..

Jeder andere in Klammer (normale) Mensch wäre vermutlich damit zufrieden gewesen schnell aus dem Kerker rauszukommen..

Stellt euch vor, wie seine Haare ausgesehen haben müssen nach Jahren im Gefängnis ohne Privilegien oder Rechten; und wir wissen doch von Josef, dass er sich gerne schminkte und auch pflegte, im Kerker war dies sicher nicht möglich, auch seine Kleider waren mit Sicherheit, zerlumpt, löchrig, dreckig und stinkig, nichts mehr von der äusseren Pracht und Schönheit von damals..

Innerlich doch hat er sich weder verbogen noch etwas von seiner Schönheit und Pracht eingebüsst!

Wie reagierten wohl diese Bediensteten, die den Auftrag hatten Josef so schnell wie möglich zu Pharo zu bringen?!

Josef, er als Mann Elohim`s jedoch entgegnet ihnen und begründet auch noch, er will anständig aussehen und gepflegt sein bevor er vor den Pharo tritt, das sei Respekt der einzuhalten wäre, wie solle er also mit Gefangenenkleider und ohne Scheren der Haare vor den Pharo treten, das wäre respektlos.

Eigentlich nimmt Josef sich auch noch Zeit sie aufzuklären und zu lehren..

In der Torah finden wir hier eine Schriftstelle die zu schmunzeln und zum Nachdenken einlädt, der Humor ist trocken, tiefsinnig, kurz und bündig..

Es erschliesst sich gleich eine weitere Frage für uns..

War das Stolz, Schlauheit, war es Chuzpe, also Kühnheit oder war unser Josef einfach nur Lebensmüde?

ER hatte HaSchem in Seinem Herzen, in Seiner Seele auf seinen Lippen und in seinen Gedanken, er hatte nie aufgegeben durch Emunah/Glauben und in Ahawah/Liebe ganz Elohim anzuhangen!

All dies verät uns sehr viel von der Gelassenheit und dem Seelenfrieden, dem Schalom und der Zuversicht die Josef in sich hatte.

Auch vor dem Pharo lässt er sich noch Zeit, er lässt sich nicht aus der Ruhe bringen, denn Pharo sagt ihm, er habe gehört, dass er Träume deuten kann. 
Obwohl der Pharo bekannt war als ungeduldiger Tyrann und Mörder, liess sich Josef nicht aus der Ruhe bringen, er widerspricht ihm und erklärt, dass nur HaSchem eine befriedigende Erklärung auf seine Träume geben kann mit den Worten: „ich kann selber Nicht`s tun um dir zu helfen, wir müssen sehen ob Elohim zulässt, dass ich deine Träume deute.“

Nur weil Josef wusste und überzeugt war, dass alles in der Hand HaSchem`s liegt, konnte er mit dieser Einstellung der Furchtlosigkeit gegenüber Pharo, in jener Gelassenheit und Gemütsruhe und auch Wahrheit wie Demut verharren und reagieren..

Josef machte sich hier keine unnötige Sorge und bestätigte dadurch, mein Schicksal liegt in der Hand des HErrn der Welt.
Das wahre innere Ruhe kommt, aus dem Vertrauen zu unserem Elohim. 

Bereschit 39,3: „Und sein Herr sah, dass HaSchem mit ihm war und was immer er tat, liess HaSchem durch seine Hand gelingen.“ 

Raschi erklärt dazu: „und er sah, dass HaSchem mit ihm war.“

Dies war der Grund zu solcher Zuversicht. Josef hat seinen Emunah/Glauben an Elohim nie verloren und hat nicht nur ein Lippenbekenntnis abgelegt, er lebte was er sagte und glaubte es so.

Dazu braucht es eine grosse innere Reife, echte Hingabe an HaSchem`s Willen, Kraft wie Stärke, die vor allem durch Prüfungen erreicht wird. 
Um dies besser zu erklären, wir kontrollieren unsere Gedanken und bringen diese unter die Herrschaft Elohim`s, wir wiederholen es und bleiben fest entschlossen so zu leben, wir weichen nicht ab und halten uns treu an die Weisungen HaSchem`s und vertrauen wahrhaftig Seiner Verheissung, immer mit der Bereitschaft auch alles zu verlieren.. 

Man lässt sich nicht täuschen durch äussere Umstände, und man lernt gegen die eigenen Zweifel anzugehen..

Wer zu solchem GOttvertrauen gelangt, hat einen wahren Schatz ein wunderbares Geschenk für sein Leben bekommen..

Solch Seelenstärke, solch Glaube ist mit Gewissheit ein Geschenk unseres VAters, ER sieht unser Mühen und segnet uns, ER gibt unseren Bemühungen und unserem Fleiss den Überfluss hinzu.

Wir können Glauben ersehnen und uns bemühen, wir dürfen um Glauben bitten und lernen im Dank gleich diesen Glauben einzusetzen, dies bedeutet in Glaube zu handeln und im Vertrauen.

Elohim`s Gnade ist ohne Ende, doch wir können uns dieser Geschenke verschliessen oder wir öffnen uns in Freiheit dazu und überspringen so mit Elohim`s Hilfe selbst über höchste Mauern und Hindernisse, Grenzen, wie Limits die unsere Aussenwelt oder wir selbst uns manchmal setzen..

Der EW`ge gepriesen und gelobt ist ER, belohnt uns schon in dieser Zeit und in dieser Welt, wenn wir unseren bösen Trieb unterordnen, mit Diesem arbeiten, damit umgehen lernen, dann erkennen wir die Kraft Quelle auch dadurch, die sich darin verbirgt. 

Nicht`s von dem, was HaSchem uns gegeben und anvertraut hat ist uns zum Schaden, oder soll uns zum Schaden sein.

Unverzagtheit oder Mut kann man lernen, wenn wir Glauben einsetzen und damit arbeiten, wie mit einem Werkzeug, wird unser Glaube auch Wirkung zeigen..

Talente und Fähigkeiten können erlernt und durch gebrauchen Dieser und Einsatz geformt und ausgeprägt werden. 

Die Grundgnade, der Segen sind gegeben, doch um Früchte zu sehen hat man mitzuarbeiten und damit zu arbeiten.

Eine Seelenruhe und Gelassenheit die sich Josef bewahrte und erarbeitete wird nie ihre Wirkung verlieren oder verfehlen. Sicherheit haben wir nicht von dieser Welt zu erwarten doch von Elohim, und in dieser Welt einzusetzen um sie positiv zu verändern, um einen Ort zu schaffen in der Elohim erkennbar wird, ein Ort an dem Elohim wohnt, wenn ich dies so bildlich und verkürzt ausdrücken darf.

Dies ist unsere Aufgabe, damit der Ewige auch durch und mit uns handeln kann, es ist möglich, denn HaSchem ist unsere HILFE!

Wünsche euch allen ein gesegnetes Lichterfest und Schabbat Schalom,
eure Anastasia

_________________
..



Hört und seht wie gut der HErr ist, lasst euch segnen und erlebt neue Freude in eurem Leben. 
Bleibt nicht stehen sondern geht..

– שמע ישראל יהוה אלהינו יהוה אחד –  Schema Jisrael, Adonai Eloheinu, Adonai Echad – Höre Jisrael, der HErr unser GOtt (ist) einzig – Ακουε Ισραηλ κυριος ο θεος ημων κυριος εις εστιν 

Elohim spricht zu Seinem Volk, und es antwortet das ganze Volk mit einmütiger Stimme in dem sie sagen: * ALLE Worte die JaHWeH geredet hat, wollen wir tun!! *