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Wajeschew וישב „Und er wohnte“ Bereschit/1. Mo./Genesis 37,1 – 40,23

Beitrag  Admin Heute um 16:00


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22 Kislew 5774 – 25.11.13
Wajeschew וישב „Und er wohnte“  Bereschit/1. Mo./Genesis  37,1 – 40,23


Schalom liebe Freunde und Leser,

zur dieswöchigen Paraschah einige Worte als Vorbereitung zu unserem Chanukka Fest.

Josef sagte seinem Vater ich bin bereit, ein Ausdruck der Demut und Hurtigkeit, er war rasch bereit für das Gebot seines Vaters, obschon er wusste, dass seine Brüder ihn hassten, ging er zu ihnen dort hin wo sie die Schafe hüteten..

Seine Brüder suchten einen Grund ihn zu töten und warfen ihn in eine Grube in der kein Wasser war. Der Sinn dieser Worte ergibt jedoch; Wasser war in der Grube nicht enthalten aber Schlangen und Skorpione waren darin verborgen, und nur Elohim rettete Josef.

Jehuda sprach zu seinen Brüdern: welch ein Vorteil ist`s, wenn wir unseren Bruder erschlagen und sein Blut bedecken! Kommt wir wollen ihn an die Jischmaeliten verkaufen, unsere Hand aber soll nicht an ihn rühren, denn er ist doch unser Bruder, unser Fleisch! Die Brüder gehorchten. (Der Targum übersetzt welch ein Vorteil mit welches Vermögen; und sein Blut bedecken, seinen Tod verheimlichen.)

Im Vers 34. Da zeriss Ja`akow seine Kleider, legte einen Sack an seine Lenden und hielt sich in Trauer um seinen Sohn viele Tage. 

Raschi erklärt auch hier: „viele Tage“ bedeuten 22 Jahre, von da an, da er sich von ihm trennte, bis Ja`akow nach Mizrajim hinzog. 
So heisst es, Josef war 17 Jahre alt; und 30 Jahre war er alt, als er vor Pharo stand; ferner 7 Jahre des Überflusses und 2 Jahre des Hungers, bis Ja`akow nach Mizrajim kam, das sind 22 Jahre, den 22 Jahren entsprechend, während deren Ja`akow die Ehrung von Vater und Mutter nicht erfüllte. Meg. 17 a

20 Jahre, die Ja`akow im Haus von Lawan war, und 2 Jahre auf dem Weg, als er aus dem Haus Lawans zurückkehrte, anderthalb Jahre in Sukkot und ein halbes Jahr in  Bet-EL. Das ist was er zu Lawan sagte Kap. 31 Vers 41: „bereits 20 Jahre sind mir in deinem Haus vorübergegangen, (mir sind sie vorübergegangen auch als: auf mir liegen sie; und später werde ich dafür leiden müssen.)“

Erneut lernen wir und finden die Bestätigung vom Joch der Torah die Ja`akow unser Stamm-Vater auf sich genommen hat wie ein Esel Seine Last, er weiss um seine Verantwortung und die Pflicht, Vater und Mutter zu ehren..

Ja`akow erkennt in der Tiefe, er weist diese Pflicht der Mizwot nicht ab mit der Begründung, mein Bruder will meinen Tod..

Wenn wir dann die Verse über Tamar lesen, sollten wir auch im 22 Vers aus Kapitel 38 nicht übersehen was die Leute antworteten: „hier war keine Buhlerin.“ 
Es wird immer von der זנה Hure, oder קדשה  Kedeschah gesprochen, ist dies denn so, ist Tamar eine Buhlerin, eine Ehebrecherin, eine käufliche Hure, eine Tempelhure?! 

Raschi erklärt zu der Aussage von Jehuda: Mag sie hinnehmen, möge sie behalten, was in ihrer Hand ist. Sonst werden wir noch zum Gespött, wenn du sie ferner suchst, wird die Sache bekannt werden und eine Schande sein; denn, was hätte ich noch zu tun, um mein Wort zu erfüllen? Siehe, ich habe ja ein Böckchen geschickt; weil Jehuda seinen Vater Ja`akow mit einem Ziegenböckchen hintergangen hatte, indem er den Rock Josef`s in dessen Blut tauchte, hinterging man auch ihn mit einem Ziegenböckchen. (Er erfuhr eine Enttäuschung durch ein Ziegenböckchen.) Ber. Rab. 85,9

Sie ist auch unzüchtig schwanger geworden die Anschuldigung. Sie hatte zu ihrem Schwiegervater geschickt, sie wollte ihn nicht beschämen und sagen, durch dich werde ich Mutter, sondern sie sagte, „durch den Mann, dem diese gehören“; indem sie dachte, wenn er von selbst eingestehen wird, so möge er es eingestehen, und wenn nicht, möge man mich lieber verbrennen, als dass ich ihn beschäme. Von hier lernte man, dass es für den Menschen besser sei, dass man ihn in einen brennenden Kalkofen werfe, als dass er seinen Nächsten öffentlich beschäme. Sota 10b

Tamar sagte: „Erkenne doch, erweise doch deinem Schöpfer Ehre“.
Erkenne doch bedeutet eine Bitte; erkenne doch deinen Schöpfer und zerstöre nicht drei Menschenleben.. 

Sie hatte ja von ihm Pfand, den Siegelring, Schnur und Tuch..

Jehuda erkannte sie (Siegel, Schnur und Tuch) und sprach..

„Sie ist gerecht in ihren Worten. Durch mich, wird sie Mutter.“

Unsere Lehrer erklären, eine himmlische Stimme wurde vernommen, die sagte, durch Mich und von Mir ist die Sache ausgegangen; weil sie im Hause ihres Schwiegervaters sittsam gewesen ist, habe ich bestimmt, dass Könige von ihr abstammen sollen; und vom Stamm Jehuda habe ich beschlossen, Könige in Jisrael aufzustellen. Sota 10b

Denn, weil ich (also Jehuda) sie nicht gegeben habe; denn sie hat Recht getan, weil ich sie nicht meinem Sohn Schela gegeben habe. 

Zur Zeit ihrer Niederkunft, und siehe, es waren Zwillinge, 

תְאוֹמִים‪ – ‬מָלַא
mit Alef geschrieben
und dort
תּּּּּוֹמִם
ohne Alef geschrieben, bei Riwka.. Ber. 25,24 – weil der eine ein Bösewicht war; aber diese waren beide Gerechte. Ber. Rab. 85,13

Die Monate waren nicht voll zur Zeit ihrer Niederkunft, bei Riwka heisst es, „als ihre Tage voll waren, zu gebären“; dort waren die Monate voll, und hier waren sie nicht voll. Und siehe, es waren Zwillinge
mit Alef תְאוֹמִים‪ – ‬מָלַא geschrieben und dort תּּּּּוֹמִם ohne Alef geschrieben, wie oben erwähnt..

Behalten wir auch, Tamar würde sich lieber verbrennen lassen als Jehuda zu beschämen..

Diese Paraschah hat uns weit mehr zu sagen als wir auf den ersten Blick erkennen würden wenn wir die Auslegung und Erfahrung unserer Weisen mit einbeziehen..

Was ist Gerechtigkeit, wie wirkt diese sich aus und zu was wird ein Mensch bereit wenn er im Glauben, im Vertrauen zu Elohim das Joch der Torah auf sich nimmt?!

Wir sehen und erkennen auch wie der Ewige, gepriesen sei Sein Name für die Seinen eintritt und sie bewahrt, rettet und ernst nimmt, wie ER sie jedoch auch erzieht und prüft, Ruhe wollt ihr hier in der jetztigen Welt, genügt es euch nicht gerecht zu sein vor Mir?! Eine Herausforderung eine Prüfung?!

Raschi fügt hier an: Ja`akow wollte in Ruhe wohnen, da spricht der Heilige, gelobt sei Er, genügt den Frommen nicht, was für sie in der zukünftigen Welt bereit ist, dass sie schon in dieser Welt in Ruhe wohnen wollen!

Werden wir verwiesen auf die zukünftige Welt?! Oder können wir die geistliche Erfahrung machen, den Schalom und innere Ruhe auch in dieser Welt zu erfahren durch unseren EL?!

Adonaj ist Schalom!


..lesen wir bei Richter 6,24, hier die Schlachter Übersetzung: „Der HERR ist Friede.“

Dann, wenn wir die Hilfe die EL uns bietet und wir uns von IHM tragen lassen, wie uns Seine Künder ermahnen, wenn wir Seine שְׁכיִנָה /Schechina/Herrlichkeit in uns wohnen lassen, dann werden wir innerlich diesen Schalom und auch die Ruhe erfahren als einen Vorgeschmack der zukünftigen Welt die uns befähigt das Joch der Torah, das Joch des Himmels zu tragen in dieser Welt..

Zur Erinnerung: „..ihnen werden Flügel wie Adler wachsen. Sie rennen und ermüden nicht, sie gehen und ermatten nicht.“ Jeschajahu 40,31

Was bedeutet ihnen werden Flügel wachsen? ..dies bedeutet sie erhalten zusätzliche Kraft von HaSchem!
Nehmen wir diese zusätzliche Kraft an und lernen weiter Seine Weisungen, durch die Elohim uns heiligt und lehrt, nehmen wir an und studieren, nehmen wir ernst Seine Worte, setzen wir um in unserem Handeln, ja, hören wir, gleichbedeutend mit: „befolgen“. 

Deshalb weil wir dies nun alles wissen, seien wir erst Recht bereit wie Josef demütig und vertrauend zu sagen und zu leben: „Ich bin bereit.“

Es wird uns gewiss nicht ruhiger ergehen, doch die Verheissung über uns wird sich erfüllen..


Schalom und Chag Chanukka Sameach,
eure Anastasia


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Hört und seht wie gut der HErr ist, lasst euch segnen und erlebt neue Freude in eurem Leben. 
Bleibt nicht stehen sondern geht..

– שמע ישראל יהוה אלהינו יהוה אחד –  Schema Jisrael, Adonai Eloheinu, Adonai Echad – Höre Jisrael, der HErr unser GOtt (ist) einzig – Ακουε Ισραηλ κυριος ο θεος ημων κυριος εις εστιν 

Elohim spricht zu Seinem Volk, und es antwortet das ganze Volk mit einmütiger Stimme in dem sie sagen: * ALLE Worte die JaHWeH geredet hat, wollen wir tun!! *