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 Wajischlach וישלח „Und er schickte“ Berechit/1. Mo. 32,4 – 36,43

Beitrag  Admin Heute um 15:48




Donnerstag am 15 Kislew 5773 – 29.11.2012

Shalom liebe Leser, Freunde und Interessierte,

Versöhnung nach jahrelanger Trennung der Brüder Jakov und Eisav/Esau wird uns in Berechit/Anfänge/1.Mo. dargelegt, wir setzten uns damit auseinander und suchen einen tieferen Sinn der uns Gewinn bringt im Alltag.

Jakov fürchtet, dass Eisav ihm immer noch böse ist und er schickte seine Knechte mit Ziegen, Schafen, Kamelen und Rindern voraus, um seinen Bruder vor der Begegnung mit ihm milde zu stimmen. 

Dann jedoch hat Jakov eine Vision, in der er mit einem himmlischen Wesen kämpft, dies ungenannte Wesen segnet ihn; denn du hast mit GOtt und mit Menschen gekämpft, und gibt ihm den neuen Namen Israel. 

Am nächsten Tag sind die Brüder wieder vereint, so erfahren wir weiter; und Eisav lief auf ihn zu und umarmte ihn.
In diesem Augenblick erfährt Jakov die Freude der Vergebung, und die Last vieler Jahre fällt von ihm ab.

Jakov bedeutet/symbolisiert von der Wurzel Ekew her: List und Betrug. Dadurch hat er die Segenssprüche seines Vaters Issak bekommen, jedoch Elohim bestätigte auch so Sein Wort; der Ältere dient dem Jüngerem und gibt ihm den Namen Israel, was Herrschaft und Rechtmässigkeit bedeutet. 

Hier ist die List und der vermeintliche Betrug der Jakov zu der Brachot/zu den Segenssprüchen bringt ein Mittel zum Zweck, doch vergessen wir nicht, Isaak wusste vermutlich nicht, dass Eisav seinem Bruder das Erstgeburtsrecht für ein einfaches Essen verkauft hatte, Rebekka jedoch wusste es. 

Immer wieder begegnen wir den starken Frauen die GOttes Absicht scheinbar durchsetzten und so zum Erfolg bringen.

Manchmal ist die Wahrheit nicht offensichtlich in dieser Welt der Verhüllung/des Verborgenem und es ist manchmal klug seine Absicht zu verbergen wenn man dem GOttes Willen dient um nicht sofort gebremst und gestoppt oder ausgeschaltet zu werden. So kommt es vor, dass man GOtt dient und alles in Liebe zu IHM tut ohne es nach aussen Preis zu geben um im Schutze des Ewigen und in der Verhüllung das Gute zu tun und dem Höchsten zu dienen zu einem besseren Zweck und Grund. Zuweilen wird man dann zwar gerichtet von den Mitmenschen und nicht verstanden, die Aktionen die man vollbringt werden missdeutet, doch zu HaShems Zeit wird alles enthüllt werden.

Eisaw steht für das körperliche oder fleischliche in uns, Jakov für das geistige in uns, wie die beiden Brüder im Kampf oder Trennung verweilten so gibt es auch in uns den Kampf zwischen Körper und Geist. 

Es ist wichtig mit beiden Elementen ausgesöhnt zu sein um innerlich zu wachsen und ein neuer Mensch zu werden der nicht beherrscht wird, weder durch das Fleisch, sonst ist er nur fleischlich noch nur mit dem Geist, sonst können wir in dieser Welt nicht mehr für voll gelten, wir wären abgehoben und niemand könnte uns folgen. 
Dies bedeutet nicht, dass es schlecht wäre nur ein geistlicher Mensch zu sein, jedoch leben wir in Gemeinschaft mit Menschen und diese brauchen mitunter Zeit *geistlicher zu werden*, wir wirkten sonst auf sie zu unerreichbar, sie hätten Angst vor uns. 
In der Familie braucht man uns auch um die materiellen Dinge zu ordnen, so ordnen wir sie unter um auch geistlich zu bleiben und machen uns nicht abhängig nur vom Weltlichen/Materiellem und unsere Geistlichkeit ordnen wir den Bedürfnissen der Mitmenschen unter in dem Sinne, dass wir ihnen dienen mit Weisheit und das Materielle nur benützen um HaShem und dem Nebenmenschen zu dienen in Liebe, Barmherzigkeit, Demut und Sanftmut.

Dienst ist auch eine weitere verborgene Deutung des Namens Jakov wenn wir Jesha `Jahu/Jesaja 44. 1 mit einbeziehen; „jetzt hör zu, mein Diener Jakov“, so dienen wir als Knechte unserem Elohim, manchmal unter Zwang mit weniger Freude und Begeisterung. Doch sollen wir auch Israel sein, der mit Freude und Wohlwollen, mit ganzer Hingabe den Willen HaShems erfüllt wie ein geliebtes Kind, so die verborgene Deutung des Namens Israel nach Exodus 4. 22; „mein erstgeborenes Kind, Israel“ uns preisgibt. 
Beides in Einem dienen wir mit Freude und im Kampf der inneren Kräfte als die Kinder GOttes und unterwerfen uns wie die Diener seinem Geistbraus und lassen uns bewegen, lernen handeln unter HaShems Salbung und tun dies mit Hingabe und Freude, wie mit unserem ganzem Einsatz. 

Wir dienen den EINEN und Einzigen Jah und preisen IHN mit Lobgesang!

Unser Vater Jakov hat in der Fremde als er im Exil bei Laban war, seine Kinder erzogen nach dem Beispiel seines Grossvaters Abraham und seines Vaters Isaak, ihm waren die materiellen Güter nicht so wichtig, sein wahrer Reichtum seine Kinder, der Ewige, gepriesen HaShem, hat ihn dafür gesegnet und belohnt auch mit äusserem Reichtum. 
Seine Kinder und deren Erziehung waren Jakov wichtiger als die materiellen Güter, dies kann man aus der Torah herauslesen, denn für seine Herden baute er Hütten, für seine Kinder und sich jedoch ein Haus. 

Unsere Hütte ist in dieser Welt, unser Haus jedoch ist in unserem himmlischen VAter. 

Wir lassen uns von IHM erziehen, und lernen uns selbst zu erziehen und unsere Kinder, geistig und fleischlicher Natur.

Bei allem auf diesem Weg und in diesem Leben, geht es darum die Einheit beider Aspekte, dem fleischlichem wie dem geistlichem in uns zu befrieden, eine homogene Einigung zu erreichen.
Die Vergebung ist hierbei ein wichtig ernstzunehmender Auftrag, eine ernstzunehmende Aufgabe um nicht innerlich zerissen zu sein. 

Damit wir uns selbst vergeben und erfüllt leben können, braucht es die Gewissheit, dass unser VAter im Himmel uns vergibt und hilft ein besserer Mensch zu werden.

Wenn wir im Kampf/Krieg mit uns selbst bleiben, können wir nur den Kampf/Krieg nach aussen bringen, sind wir jedoch mit uns versöhnt im Vertrauen auf HaShem, dann können wir seinen Shalom/Frieden den ER uns gibt nach aussen tragen und bringen. Kennen wir doch alle das Gebot, den Nebenmenschen zu lieben wie uns selbst, so haben wir zu lernen uns selbst zu vergeben und zu lieben durch die Liebe und Vergebung nach der Techuva/Rückkehr zu Elohim, um unseren Nebenmenschen lieben zu können und ihm zu vergeben mit ganzem Herzen. 

Stolz ist aus eigener Kraft zu handeln, Demut ist aus der und mit der Kraft GOttes zu handeln, dann ermüdet und ermattet man auch nicht mehr so schnell je mehr und besser dies gelingt.

Bei Frost und Hitze schuftete Jakov, das heisst unter allen Umständen versuchen wir das Beste zu geben. Jedoch nicht nur mit oder aus eigener Kraft wir vertrauen auch auf die Hilfe unseres Herrn und GOttes!

Den bösen und nur fleischlichen Trieb ordnen wir mit HaShems Gnade und Hilfe wie Segen und unserem guten Willen und im Vertrauen zu IHM dem Geistlichen unter. 
Wir leben jedoch noch im hier und jetzt und müssen uns mit dem Körperlichen auseinandersetzen ohne uns beherrschen zu lassen. Wenn wir Fehler machen oder sündigen, bitten wir um Vergebung, bringen Busse und Geschenke der Wiedergutmachung, wir nehmen die Vergebung an und gehen mit neuer Kraft und voller Energie weiter unseren Weg durch diese Zeit in unserem Leben jeden Tag neu.

Wenn wir uns nur auf die Fehler und Schwächen konzentrieren, können wir nicht effektiv sein.
So stehen wir auf voll Vertrauen zu unserem himmlischen VAter und danken HaShem für seinen Segen und seine Hilfe. 

Es ist besser auf HaShem zu sehen und zu bauen als auf seine eigenen Schwächen zu sehen und mit Schuldgefühlen durch das Leben zu gehen. 
Es ist besser auf HaShem zu sehen und zu bauen als auf der anderen Schwächen zu sehen und diese mit Schuldgefühlen und Schuld zu beladen.
Das Leben ist uns ein wunderbares Geschenk um zu lernen und auf EL zu hören, ER kann uns durch alles etwas lernen.

Und er schickte.., schicken auch wir unser Geschenk..

Nach einer Zeit der Rebellion und des Kampfes gegen dich selbst, die Menschen und GOtt, komm zu der Erkenntnis in Versöhnung und im Segen EL Chaddai`s wie Jakov: „ich habe GOtt von Angesicht zu Angesicht gesehen, und meine Seele ist gerettet worden!

Allen frohen Shabbat und allumfassenden Shalom!
Anastasia.
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